c) Was

Auch schwer zu sagen. Mal überlegen ... Fangen wir mal mit dem Einfachsten an: Das Werk spiegelt nicht unbedingt den Glauben des Autors an das Gute in der menschlichen Natur wieder. (Wie sagte Goethe so schön: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut – nicht ist!) (Billy Wilder ließ eine seiner Filmfiguren sagen: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!) Davon muss man sich aber nicht unbedingt den Tag versauen lassen.

Level II
Zynisch, makaber oder nur ironisch? Scheißegal! Man kann nur mit der Wirklichkeit schreiben, nicht gegen sie. Insofern ... – Außerdem: Warum soll ich erklären, was der Roman ist. Das sollen gefälligst andere tun! Kleiner Hinweis: es ist so ein bisschen Thriller drin (Ego-Thriller, geiler Begriff, gelle), ein bisschen Krimi, aber nicht regional (oder nicht nur) eher so eine Art Interegio-Krimi (land- und länderübergreifend), aber auch Genörgel über die bekanntermaßen schlechte Welt (Social Fiction) plus ein bisschen Horror und einen Schuss Fantasy und SEX. Das Ganze aufgequirlt zu einem beknackten Mix aus schrägem Plot, (über)flüssigen Sachinformationen, (un)gefälliger Sozialkritik, Blut, Rumgemache (SEX, s.o.), knapp hundert eingestreuten Episoden aus dem spannenden, aber nicht immer glücklichen Leben der Protagonisten usw. Liest sich süffig (wenn man auf so etwas steht).

Die Sprengmeister und der unheilige Gral
Die Welt ist bekanntlich schlecht (s.o.), das heißt aber nicht, dass sie nicht noch schlechter werden kann. Andererseits muss sie aber auch nicht unbedingt maximalschlecht reden. "Sprengmeister" sitzt ein bisschen zwischen den Stühlen: Dystopie ja, finales Endzeithorrorszenario nein, Humor ja, gute Laune (gelegentlich) ja, angepasstes Nachbrabbeln neoliberaler Parolen nein, ein alter Held, eine ältere Heldin, eine fette Katze, Freundschaft, Verrat, Drogenmissbrauch, (weitestgehend jugendfreier) Sex und ein bisschen Soziologie für Anfänger. Na dann, viel Spaß.

 

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